Vermögensverlust: Sparer sind Opfer der EZB

Entgegen der Aussage der Europäischen Zentralbank sind die deutschen Sparer die Verlierer der EZB-Nullzinspolitik. Das gilt jedenfalls für sicherheitsorientierte Sparer, die ihr Geld längerfristig anlegen wollen. Eine Auswertung von Zahlen der Deutschen Bundesbank durch das Ifo-Institut, München, im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen bestätigt dieses Ergebnis.

Vermögensverlust-Verb.d.pr.Bausp.Eindeutiger Beweis: Der Notenbankzins drückt die Renditen der Anleger (Grafik: Verband der Privaten Bausparkassen).

Die Europäische Zentralbank wehrt sich seit längerem gegen den Vorwurf einer unfairen Bestrafung der Sparer. Dabei verweist sie auf Zahlen der Deutschen Bundesbank. Danach sei bereits früher die Inflation oft höher gewesen als der Sparbuchzins. Reale Verluste für Sparer seien also nichts Neues.

„Für kurzfristig kündbare Anlagen wie das Sparbuch ist das richtig. Für sicherheitsorientierte Sparer, die ihr Geld längerfristig anlegen, gilt diese Aussage aber nicht“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. „Diese Sparer – und dazu gehören vor allem Normal- und Geringverdiener – müssen sich heute real mit deutlich weniger Zinsen zufrieden geben als früher. Sie sind die Leidtragenden der Nullzinspolitik und erleben einen schleichenden Vermögensverlust.“ Ihre Bereitschaft, für das Alter vorzusorgen, werde untergraben und ihre Absicherung entwertet.

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