Verursacher: Oft nicht zu ermitteln

Wenn Parkhäuser sprechen könnten, wäre vielen Autofahrern geholfen. Leider kommt es täglich zu Parkschäden. Fast 60 % der Autobesitzer hatten schon mal einen Parkschaden am Fahrzeug. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von YouGov unter mehr als 2.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Welche Gründe die Deutschen dafür anführen und wie sie mit der Schadenregulierung umgehen, hat das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der DEVK untersucht.

Unaufmerksamkeit: Die große Gefahr (Grafik: Unternehmen).

Wie kommt es überhaupt zu Parkschäden? 66 % der Deutschen vermuten Unaufmerksamkeit als Grund. Mehr als die Hälfte (56 %) halten Parkplätze und Parkhäuser für zu eng. Die Garagenverordnungen der Bundesländer schreiben eine Mindestbreite von 2,30 Metern vor. Vor 45 Jahren mag das noch bequem gewesen sein. Heutige Autos sind aber deutlich breiter. 1974 brauchte z.B. ein VW Golf gut 1,60 Meter Platz – inzwischen sind es 20 Zentimeter mehr. Viele Familien-Vans und SUVs sind sogar oft um die zwei Meter breit. Da bleiben rechts und links kaum 15 Zentimeter bis zur nächsten Parktasche. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen empfiehlt deshalb eine Mindestbreite von 2,50 Metern. Es gibt allerdings nur wenige Parkhäuser, die dieses Kriterium erfüllen.

Als weitere Ursache für Parkschäden geben die Deutschen Hektik und Stress an (47 %), Fahrfehler (35 %) sowie Verkehrsuntüchtigkeit des Fahrers etwa durch Alkohol, Drogen oder Übermüdung (16 %). Nur 10 % meinen, dass risikofreudiges Fahren ein Grund sein könnte. Schlechte Beschilderung oder Beleuchtung sind auch nicht Schuld (4 %).

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