Volatilität: Nicht jeder liebt große Kursschwankungen

Schön, dass die Mitglieder in meinem Anlegerclub nicht nur mit englischen Ausdrücken wie Puts und Calls um sich werfen, sondern gelegentlich auch gute Lateinkenntnisse unter Beweis stellen. Für das Auf und Ab an den Finanzmärkten entlehnten sie jedenfalls einen Begriff aus dem lateinischen – die Volatilität.

Volatilität-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Zwar wird „volatilis“ meist mit „geflügelt“ übersetzt. Doch bei Ovid bedeutete es – je nach Zusammenhang – auch „schnell“ oder „vergänglich“.

Zeitraum ist wichtig

Volatilität beschreibt nach Aussage von Börsenanalysten kurzfristige Kursschwankungen nach beiden Seiten. Diese sind zu unterscheiden von längerfristigen Kursbewegungen.

Dass in Zeiten einer anschwellenden Konjunktur in der Regel die Zinsen steigen, ist eine zyklische Bewegung, die nichts mit Volatilität zu tun hat. Anders sieht es mit kräftigen Kursausschlägen aus, die in sehr schneller Abfolge nach oben und unten gehen können.

Schnell Geld verdienen

Für konservative Aktionäre ist eine hohe Volatilität eher schlecht. Denn dann lässt sich nur schwer eine Richtung in dem Auf und Ab der Kurse erkennen.

Den jungen Spekulanten allerdings glänzen öfter die Augen, wenn es heftig schwankt. Denn mit schnellen Käufen und Verkäufen glauben sie, bei volatilen Aktien Geld verdienen zu können.

Risiko für Altersvorsorge

Schlecht im Sinne von risikoreich sind hohe Schwankungen für Menschen, die ihr angelegtes Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt brauchen. Etwa wenn die Altersgrenze naht und die Phase des Vermögensaufbaus von der des Verzehrs abgelöst wird.

Schließlich wollen sie die Früchte ihrer Sparraten und Versicherungsprämien auch selbst ernten und nicht in volatilen Märkten untergehen sehen.

 

Die Anlagezinsen

(Anlagebetrag von 5.000 Euro – aktuell und in der Vergangenheit)

 

20. März 2018 FMH-

Index

%

Spanne % Vor 5

Jahren*

%

Vor 10

Jahren*

%

Tagesgeld

 

0,13 0,00-1,00 0,97 3,21
Festgeld

(12 Monate)

0,18 0,00-1,17 0,85 4,07
Sparbriefe

(5 Jahre)

0,61 0,00-2,00 1,58 3,88
Bundesanleihe

(10 Jahre)**

0,57 1,32 3,71
 

Quelle:

FMH-Finanzberatung

www.fmh.de

 

 

*Indexwerte der

FMH-Finanzberatung

 

**vom

Vortag laut

Bundesbank

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