Vorsparen: Trotz Minizins unabdingbar

Der unverändert starke Wunsch, in eigenen vier Wänden zu leben, drückt sich im Sparverhalten der Deutschen aus. Das ist das Ergebnis der Herbstumfrage 2019 von Kantar GmbH im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen, die jetzt neue Aktualität erlangt hat.

Altersvorsorge: An erster Stelle bei den Sparmotiven (Grafik: VdPB).

 Mit 39 % der Nennungen liegt das Sparmotiv „Wohneigentum“ zehn Prozentpunkte über dem Wert der Sommerumfrage. Die vormals 29 % hatten einen Tiefstand in der über 20-jährigen Umfragereihe dargestellt. „Offensichtlich steigt aber wieder das Bewusstsein dafür, dass am Vorsparen trotz Minizinsen kein Weg vorbeiführt, wenn man sich den Traum von den eigenen Wänden erfüllen will“, erklärte Hauptgeschäftsführer Christian König.

Von früheren Werten oberhalb von 45 % sei man zwar deutlich entfernt. Dies aber könne angesichts der breiten Diskussion über steigende Immobilienpreise und möglicherweise sogar negative Bauzinsen niemanden überraschen. König: „Wenn einem klar wird, dass die Preise nicht überall explodieren und negative Bauzinsen ein Marketinggag bleiben dürften, ändert sich auch wieder das Sparverhalten.“

Unverändert ist die Reihenfolge der wichtigsten Sparziele. Nummer 1 bleibt „Altersvorsorge“. Sie wird derzeit von 56 % genannt – nach 53 % in der Sommerumfrage. Auf Platz 2 rangiert mit erneut 51 % das Sparmotiv „Konsum/Langfristige Anschaffungen“. Nach „Wohneigentum“ auf dem dritten Platz folgt das Sparmotiv „Kapitalanlage“ mit 24 % nach zuvor 28 %. Das Sparmotiv „Notgroschen“ erreicht 5 % nach zuletzt 4 % und „Ausbildung der Kinder“ unverändert 3 %.

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