Winterpolicen: Welche Versicherungen man jetzt braucht

Mein Versicherungsvertreter will mir gerne zuviel Policen verkaufen. Deshalb habe ich mich gefreut, dass mich der Bund der Versicherten (BdV) jetzt darüber informiert hat, was in der Haftpflicht-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung sowie der Kfz-Versicherung wirklich beachtet werden sollte. Haus- und Wohnungsbesitzer, aber auch Mieter sollten bei klirrender Kälte alle Räume ausreichend beheizen und auf keinen Fall die Heizungen abdrehen. Denn laut den Versicherungsbedingungen der Wohngebäudeversicherungen müssen unter anderem in der kalten Jahreszeit alle Gebäude und Gebäudeteile beheizt und ausreichend häufig kontrolliert werden.

Winterpolicen-ErgoEiszapfen in der Mietwohnung: Das kann teuer werden (Foto: Ergo).

Alternativ können alle wasserführenden Anlagen und Einrichtungen abgesperrt und entleert werden. Bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden kann der Versicherer einen Abzug bei der Entschädigung vornehmen. Daher der Rat des BdV: Vereinbaren Sie den „Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit“ in den Versicherungsbedingungen.

Wichtige Privathaftpflichtversicherung

Wenn Schnee und Eis die Gehwege und Auffahrten unsicher machen, heißt es für Hauseigentümer, aber häufig auch für Mieter: Wege vor dem Haus und der Wohnung müssen von Schnee und Eis freigehalten werden. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, müssen sie für entstandene Schäden haften.

Beide Parteien sollten daher zumindest eine Privathaftpflichtversicherung haben; Hauseigentümer, die vermieten und dort nicht selber wohnen, zusätzlich noch eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

Konsequenzen bei Winterreifen

Darüber hinaus empfiehlt sich die Erweiterung der Wohngebäudeversicherung um so genannte Elementarschäden. Damit sind auch Schadensfälle durch „Schneedruck“ versichert.

Mit Winterreifen zu fahren, ist nach wie vor keine Pflicht. Wer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit Sommerreifen unterwegs ist, muss aber mit Konsequenzen rechnen.

Im Schadenfall weniger Geld

Zur Wahrung des vollen Versicherungsschutzes sollten sich Autofahrer daher um eine ordnungsgemäße den Witterungseinflüssen angepasste Bereifung kümmern. Wer sein Fahrverhalten nicht dem Reifentyp und den Witterungseinflüssen anpasst, muss im schlimmsten Fall mit einer Kürzung der Versicherungsleistung im Rahmen der Kaskoversicherung rechnen.

Auch dies kann vermieden werden, wenn der Versicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Wird jemand auf Grund der falschen Bereifung in einen Verkehrsunfall verwickelt und verursacht bei einem anderen Verkehrsteilnehmer einen Schaden, kann der Kfz-Haftpflichtversicherer unter gewissen Umständen Zahlungen, die er an den Unfallgegner geleistet hat, bis zu einer Höhe von 5.000 Euro vom Verursacher zurück verlangen.

Informationen schaffen Klarheit

Ein Geschädigter hingegen muss nicht um eine Kürzung der Schadenzahlung fürchten, beruhigt der BdV. Diese Informationen haben mir den Winter zwar nicht angenehmer gemacht, aber immerhin Klarheit verschafft.

Dieser Beitrag wurde unter Versicherungen abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *

Beitrag verschicken Beitrag verschicken Beitrag drucken Beitrag drucken