Winterurlaub: Das Auto nicht überladen

Einpacken, so viel der Stauraum erlaubt. Nach diesem Prinzip beladen offenbar nicht nur viele Deutsche ihre Autos. Zumindest drängt sich dieser Eindruck häufig auf, wenn man sieht, wie die Fahrzeuge von Urlaubern bepackt sind. Und mit diesen „randvollen“ Fuhren geht es dann für hunderte Kilometer oder mehr über die Fernstraßen Europas, wobei nur allzu oft das Risiko von Pannen oder Unfällen mitfährt, da die Autos nicht selten völlig überladen sind. Dabei hat jedes Fahrzeug ein zulässiges Gesamtgewicht, das nicht überschritten werden darf.

Tückisch: Häufig zu viel Gepäck (Karikatur: Goslar Institut – Eine Initiative der HUK-Coburg).

„Das wusste ich nicht“, versuchen sich Autofahrer häufig herauszureden, wenn sie von der Polizei auf Überladung aufmerksam gemacht werden. Doch diese Ausrede zieht in der Regel nicht, weil die entsprechenden Werte im Fahrzeugschein leicht zu finden sind. Dort ist unter dem Buchstaben F eben jenes Gesamtgewicht angegeben, das ein beladenes Auto nicht überschreiten darf. Und unter dem Buchstaben G führt der Fahrzeugschein das Leergewicht des Fahrzeugs auf. Die Differenz zwischen diesen beiden Angaben ergibt die erlaubte Zuladung: also das Gewicht von Gepäck oder Ähnlichem, das höchstens mitzunehmen gestattet ist. Im Zweifel hilft der Rechner im Smartphone bei der Bestimmung der Zuladung bzw. des zulässigen Gesamtgewichts weiter.

Und Überladung ist nun mal keine Lappalie, die man nonchalant übergehen kann. Vielmehr hat zu viel Gewicht an Bord erhebliche negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten von Fahrzeugen. Schon ein im zulässigen Rahmen vollbeladenes Auto fährt sich spürbar anders als gewohnt. Ein überladener Pkw ist insgesamt schwerfälliger, die Lenkung wird träger, das Auto reagiert deutlich langsamer auf Ausweichmanöver, der Bremsweg verlängert sich erheblich und der Wagen gerät bei heftigem Bremsen oder in Kurven leichter aus der Spur. Zudem werden Bremsen, Reifen und Motor bei Überladung stärker belastet als vorgesehen. Zu viel Zuladung schränkt somit die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs insgesamt massiv ein.

Deshalb ahndet der Gesetzgeber „Übergewicht“ auch mit vergleichsweise saftigen Strafen: Bei mehr als 20 % über dem zulässigen Wert – und das ist schnell der Fall – werden 95 Euro plus ein Punkt im Flensburger Strafregister fällig, bei mehr als 30 % sind es 235 Euro sowie ebenfalls ein Punkt. Angesichts dieser Sanktionen und der Gefährdung der eigenen Sicherheit sowie der anderer Verkehrsteilnehmer sollte man also tunlichst darauf achten, nicht mit zu hoher Zuladung unterwegs zu sein.

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