Wohnfläche: Kontrolle ist besser als Vertrauen

Daran gibt es für mich keinen Zweifel: Nicht nur bei der Vermietung, auch beim Kauf oder Verkauf einer Wohnimmobilie ist die genaue Angabe der Wohnfläche bares Geld wert. Doch allzu häufig schleichen sich Fehler bei der Berechnung ein. Man sollte daher die geltenden Normen kennen. Hilfe, meine Wohnfläche ist geschrumpft! In Verträgen sind die Quadratmeter der reinen Wohnfläche die „harte Währung“. Manch einer, der später nachmisst, stößt auf erhebliche Differenzen.

Wohnfläche-BHWBei Miete und Kauf: Immer die Wohnfläche kontrollieren (Foto: BHW).

„Als Wohnfläche werden alle Flächen bezeichnet, die tatsächlich dem Zweck des Wohnens dienen, also z.B. Schlafzimmer, Küche und Bad“, erklärt Immobilienexperte Bernd Neuborn. „Treppenhäuser oder Heizungsräume gehören nicht dazu.“

Zwei Berechnungsmöglichkeiten

Wie kann man sich Gewissheit darüber verschaffen, wie viel Platz zum Wohnen tatsächlich vorhanden ist? Gängig sind zwei unterschiedliche Berechnungsmethoden: Die DIN-Norm 227 genauso wie die Wohnflächenverordnung (WoflV) legen die Netto-Grundfläche der Immobilie zugrunde, die zugänglich und somit allgemein nutzbar ist.

Die DIN-Norm 227 geht dabei aber von der Netto-Grundfläche abzüglich der Verkehrsflächen wie Treppenhäuser und technischen Funktionsflächen wie der Heizungsräume aus. Die WoflV dagegen kalkuliert diese Verkehrs- und Funktionsflächen nach ihrer tatsächlichen Nutzbarkeit fürs Wohnen mit ein. Balkone oder Flächen unter Dachschrägen werden anteilig einbezogen.

Bis 20 Quadratmeter Unterschied

Schon kleine Unterschiede bei der Wohnflächenangabe können bei Kaufpreis oder Miete gehörig ins Gewicht fallen. „Bei einem Einfamilienhaus ergeben sich bis zu 20 Quadratmeter Unterschied – je nach Berechnungsmethode“, weiß Neuborn.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man die Art der Berechnung vertraglich festhalten. Wer zweifelt und die Angabe im Vertrag prüfen will, kann eigenhändig nachmessen. Ein akkurates Ergebnis ist für mich aber nur garantiert, wenn man einen Gutachter zu Rate zieht.

 

Die Hypothekenzinsen im Zeitraffer

(Effektivzins aktuell und in der Vergangenheit am gleichen Tag)

 

21. März 2016 5 Jahre

fest

10 Jahre

fest

15 Jahre

fest

Aktuell 1,03% 1,32% 1,80%
Vor sechs Monaten 1,24% 1,65% 2,13%
Vor einem Jahr 1,09% 1,37% 1,79%
Vor fünf Jahren 3,62% 4,07% 4,53%
Vor zehn Jahren 4,16% 4,34% 4,63%
 

Quelle: FMH-Finanzberatung (www.fmh.de)

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