Zinserhöhungsangst: Belastung für den Aktienmarkt

Die Aktienbesitzer in meinem Anlegerclub schauen oft auf die Zinsen wie das sprichwörtliche Kaninchen auf die Schlange. Denn Zinserhöhungen wirken sich angeblich direkt auf die Kurse aus.

Zinserhöhungsangst-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Fallende Zinsen, so heißt es, hätten steigende Aktienkurse zur Folge, während Zinserhöhungen zu Kursverlusten führen. Das Deutsche Aktieninstitut rät Anlegern jedoch, vorübergehende Zinsschwankungen nicht überzubewerten.

Kurzfristige Zinserhöhungen müssten keineswegs zwangsläufig negative Folgen für die Aktienkurse haben. Manchmal sei es sogar sehr sinnvoll, Zinsen vorübergehend ein wenig anzuheben, wenn dadurch die Inflationsgefahr schon im Ansatz erstickt werden kann.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein niedriges Zinsniveau gut für den Aktienmarkt ist. Denn günstige Zinsen gelten als wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Wachstum: Sie verringern die Kosten der Unternehmen und fördern den Konsum.

Ferner begünstigen niedrige Zinsen den Aktienmarkt auch ganz direkt. Weil mit den Zinsen auch die Renditen anderer Wertpapiere – etwa Anleihen, Obligationen und Sparbriefe – sinken, steigen viele Anleger auf Aktien um. Überdies wird für professionelle Investoren auch der Kauf von Aktien auf Kredit billiger, so dass zusätzliche Nachfrage die Kurswerte steigen lässt.

 

Die Anlagezinsen

(Anlagebetrag von 5.000 Euro – aktuell und in der Vergangenheit)

 

15. Mai 2018 FMH-

Index

%

Spanne % Vor 5

Jahren*

%

Vor 10

Jahren*

%

Tagesgeld

 

0,11 0,00-0,95 0,84 3,22
Festgeld

(12 Monate)

0,18 0,00-1,17 0,79 4,26
Sparbriefe

(5 Jahre)

0,61 0,00-2,00 1,42 4,00
Bundesanleihe

(10 Jahre)**

0,62 1,29 4,01
 

Quelle:

FMH-Finanzberatung

www.fmh.de

 

 

*Indexwerte der

FMH-Finanzberatung

 

**vom

Vortag laut

Bundesbank

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