Zinstief: Es wird ausgesessen

Die Zinswende bleibt für deutsche Sparer Zukunftsmusik. 70 % erwarten sogar, dass sie Negativzinsen für Guthaben auf Spar- bzw. Tagesgeldkonten bezahlen müssen. Obwohl die Menschen wissen, dass sie etwas tun müssen, reagieren die meisten jedoch nicht und behalten ihr vermeintlich sicherheitsorientiertes Anlageverhalten bei.

Mehrheit: Negativrenditen erwartet (Grafik: Union Investment).

Immobilien und Gold zählen weiterhin zu den attraktivsten Sparformen der Befragten. Investmentfonds finden insbesondere diejenigen interessant, die darin bereits investiert sind. Wer eigene Erfahrungen damit gemacht hat, scheint die Vorteile dieser Kapitalanlage zu erkennen. Das sind die Ergebnisse des Anlegerbarometers von Union Investment. „Die Mini- bzw. Nullzinsen werden uns auf unabsehbare Zeit erhalten bleiben. Wer die Zinsflaute ohne Blessuren überstehen möchte, kann sie nicht einfach aussitzen. Anleger müssen umdenken, ihr Vermögen streuen und andere Renditequellen wie Aktien, Immobilien oder ausgewählte Anleihen erschließen. Der Sparstrumpf ist keine Lösung“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Beim Blick auf die attraktivsten Anlageformen der Deutschen liegen Sachwerte ganz vorne. Die Investition in die eigenen vier Wände halten 79 % für attraktiv. Gold beurteilt mehr als jeder Zweite (57 %) als interessante Geldanlage. Aktien und Investmentfonds finden 47 % bzw. 39 % attraktiv. „Wer einmal die Hürde genommen und in wertpapierbasierte Anlageformen investiert hat, erkennt deren Vorteile und fühlt sich damit auch gut“, sagt Gay.

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