Zusatzversicherungen: Was Bundesbürger mögen

Zahnzusatzversicherungen sind der große Renner bei gesetzlich Krankenversicherten. Das hat eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der Gothaer Krankenversicherung ergeben. Bei der Anbieterauswahl ist nicht der Preis das entscheidende Kriterium, junge Menschen schauen eher auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Thomas Bischof: Der Vorstandschef kann sich über die Umfrage-Ergebnisse freuen (Foto: Gothaer).

Welche Zusatzversicherung bevorzugen die Deutschen? Hier ist die Antwort eindeutig: 77 % der gesetzlich Krankenversicherten mit einer Zusatzversicherung haben eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Auch beliebt sind die stationäre Zusatzversicherung (37 %), die Krankentagegeldversicherung (30 %) und die Brillenversicherung (30 %).

Warum schließen die Deutschen eine Zusatzversicherung ab? Drei Viertel der Befragten wollen damit hohe Zuzahlungen vermeiden. 44 % möchten bessere Leistungen in Anspruch nehmen. Rund ein Viertel der Befragten ist der Ansicht, dass sich durch eine Zusatzversicherung die Qualität ihrer Behandlung verbessert.

Wie schauen die Zukunftspläne der gesetzlich Versicherten ohne Zusatzversicherung aus? Die große Mehrheit (83 %) plant nicht, irgendeine Zusatzversicherung abzuschließen. Die Gründe dafür sind eindeutig: Rund der Hälfte der Befragten (52 %) ohne Zusatzversicherung reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse aus. 29 % glauben, dass sie eine Zusatzversicherung zu selten in Anspruch nehmen würden, für 25 % ist eine Zusatzversicherung einfach zu teuer.

Warum wählen die Deutschen eine bestimmte Versicherungsgesellschaft aus? Die meisten Befragten (34 %) haben sich für den Anbieter entschieden, bei dem sie bereits andere Verträge abgeschlossen haben. 28 % sind Empfehlungen von Familie, Freunden oder Bekannten gefolgt. Knapp ein Viertel der Befragten (23 %) haben sich bei der Anbieterwahl am günstigen Preis orientiert. Nur 7 % der Befragten sind Empfehlungen im Internet gefolgt.

Bei den unter 30-jährigen spielten Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit 10 % bei der Anbieterwahl eine wichtige Rolle, für alle anderen Altersgruppen hat dieses Kriterium keine Bedeutung.

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